Abschließendes Seminar

Die abschließende Veranstaltung unserer Lesereihe findet am 11.04.2017 um 19 Uhr im Seminarraum 1 am Franz-Mehring-Platz 1 statt. Wir werden wir mit Jörn Schütrumpf über die Rezeption des Luxemburgschen Manuskripts bis in die Gegenwart hinein diskutieren. Dabei werden wir viel über Debatten erfahren, die zur Zeit der Entstehung des Manuskripts in der deutschen Linken geführt wurden, aber aus verschiedenen Interessen heraus vergessen gemacht wurden.

Im Verlaufe des Kurses folgten wir Kapitel für Kapitel Luxemburg bei ihrer Analyse der revolutionären Prozesse in Russland. In den ersten beiden Kapiteln behandelte sie die Stellung der Revolutionen 1917 in der internationalen Arena, die Verantwortung besonders der deutschen Sozialdemokratie und diskutierte Gesetzmäßigkeiten im Verlauf von Revolutionen.  Mit dem 3. Kapitel stieg sie in die Analyse der spezifischen Verhältnisse in Russland ein, die Verlauf, Aufgaben und Perspektiven der revolutionären Umbrüche bestimmen. Dazu gehören die nationale und die Agrarfrage. Das 4. Kapitel ist das “Finale” des Manuskriptes, hier findet sich auch berühmte Zitat über die “Freiheit der Andersdenkenden”. Luxemburg untersucht das Verhältnis von Demokratie und Diktatur in revolutionären Prozessen und entwickelt eigene Vorstellungen eines proletarischen Staates, der sich auf das Neben- und Miteinander von Parlamentarismus und Sowjets (Räten) stützt. Sie schließt ihre Kritik der Bolschewiki mit der Würdigung, dass sie im Unterschied zur deutschen Sozialdemokratie den Versuch der Errichtung einer gerechteren Gesellschaft gewagt haben.

In Vorbereitung auf dieses Treffen ist es sicher sinnvoll, noch einmal das Gelesene zu rekapitulieren und die entstandenen Fragen, die bisher noch nicht beantwortet wurden, zu ordnen.

 

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