Fünftes Seminar

 Wir treffen uns zu unserer nächsten Sitzung am 14.03.17 um 19 Uhr. Leider kommen unsere Lesehinweise dienstreise- und krankheitsbedingt etwas später. Wir hoffen, sie helfen euch trotzdem noch.

Wie ihr vielleicht beim Lesen schon gemerkt habt, werden hier einige Aspekte, die wir mit Holger Politt diskutiert hatten, wieder aufgegriffen. Der Bezug auf die vorherigen Kapitel sollte also beachtet werden. Darauf verweist ja auch schon der erste Satz des Abschnitts – und das führt uns zu der ersten Frage, die beim Lesen und Durchdenken beachtet werden sollte:

  • Was möchte Luxemburg in diesem abschließenden Kapitel „an einigen Beispielen prüfen“?

In diesem Kapitel stellt Luxemburg uns unterschiedliche Deutungen verschiedener Kategorien vor: Diktatur, Demokratie, Klasse, Masse werden aus der Sicht der Linie Lenin-Trotzki, aus der Sicht von Karl Kautsky und aus ihrer eigenen Sicht diskutiert. Damit verbunden sollte man vielleicht folgende Fragen berücksichtigen:

  • Wie versteht Rosa Luxemburg Demokratie und ihre Wirkungsweise? Wie entstehen politische Entscheidungen nach Auffassungen Luxemburgs auf der einen und Lenins auf der anderen Seite? Wie interpretiert ihr vor diesem Hintergrund das berühmte Zitat von der Freiheit der Andersdenkenden?
  • Was ist die Lenin-Trotzkische Diktaturtheorie, was die Position Kautskys und welche Auffassung von der Diktatur des Proletariats vertritt Luxemburg?

Auffällig ist, dass der Begriff „Schulung“ bei ihr mehrfach auftaucht.

  • Warum ist das so? Was bedeutet „Schulung“ in diesem Zusammenhang für sie?

Außerdem taucht auch im vierten Kapitel eine Denkfigur auf, der uns schon seit dem ersten Kapitel begleitet: „wir“, die sich den aufgeworfenen Problemen auch „bald“ stellen werden müssen.

  • Was ist damit Eurer Meinung nach gemeint? Welche Bedeutung(en) weist Luxemburg dem deutschen und dem internationale Proletariat zu?

Bemerkenswert ist, dass Luxemburg ihr Manuskript nach z.T. harscher Kritik an den Bolschewiki mit einer Würdigung ihrer Leistungen abschließt. Ihr solltet also beim Lesen diese Seite auch im Auge behalten und der Frage folgen, wie sich diese Würdigung aus den Darlegungen ergibt. Sie schließt ihr Manuskript mit der starken Aussage, dass in einem bestimmten Sinne die Zukunft überall dem „Bolschewismus“ gehört.

  • Was meint sie damit, in welchem Sinne gehört die Zukunft überall dem Bolschewismus? Und warum setzt sie den Bolschewismus in Anführungszeichen?
  • Welche Überschrift würdet ihr dem Kapitel geben?

Falls ihr Zeit und Interesse habt könnt ihr im Material-Teil des Projektblogs (http://luxemburg-lesen.blog.rosalux.de/materialien/) auch die beiden Schriften von Trotzki und Lenin finden, auf die sich Luxemburg in ihren Darlegungen bezieht. Ebenfalls angegeben sind zwei Quellen, in denen Karl Kautsky seine Positionen zur Diktatur des Proletariats 1918 entwickelt.

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