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Dieses berühmte Zitat von Rosa Luxemburg, zumindest den einen berühmten Satz, kennen viele. Aber schon viel weniger Menschen wissen, dass es aus ihrem unfertig gebliebenen Text zur Russischen Revolution stammt. Und noch viel weniger Menschen wissen, dass der Text – der sich mit der Kritik Luxemburgs aber auch ihrer Zustimmung zum Vorgehen in der Oktoberrevolution befasst – gar nicht an Lenin gerichtet war, sondern an die deutsche sozialdemokratische Partei.

Wer schon immer wissen wollte, was es mit diesem umstrittenen Text auf sich hat, ist herzlich eingeladen. Wir wollen den Text „Die Russische Revolution“ gemeinsam lesen und diskutieren. Dabei wollen wir vor allem über folgende Fragen reden: Worüber schrieb Luxemburg genau? Was war ihre Kritik an den Bolschewiki? Worin stimmte sie mit diesen überein? Wie beschreibt sie das Verhältnis von „Masse und Führung“? Wie sieht sie die Möglichkeiten, Gesellschaft grundlegend zu verändern? Wie beschreib sie das Verhältnis von Reform und Revolution. Was können wir für heute aus Luxemburgs Gedanken lernen?

Wir freuen uns auf Euch,
Lutz und Miriam

Der Lesekurs "Zur russischen Revolution" ist abgeschlossen. Im Moment überlegen wir, ob es eine Neuauflage geben wird und wie die dann aussehen müßte.

Trotzdem werden wir am Thema dran bleiben - im Verlaufe des Jahres 2017 wird es noch drei Veranstaltungen geben, wo anschließend an diesen Kurs  die von Luxemburg in ihrem Manuskript behandelten Fragen weiter diskutiert werden können. Voraussichtlich im Juni steht das Thema "DDR-Opposition und Luxemburg im Jahr 1989" auf dem Programm. Zwischen September und Dezember wollen wir zur "Organisationsfrage in den verschiedenen Strömungen der linken Bewegungen „damals“ und „heute“" und zu "Revoluzzer - Revolutionäre - Revolutionsverwalter: Die Entwicklung revolutionstheoretischer Anschauungen" Veranstaltungen organisieren.

Bis dahin wird auch diese Website weiter ausgebaut. Wer sich über aktuelle Diskussionen zu den Revolutionsjubiläen der Jahre 2017 und 2018 informieren möchte, dem sei auch die Website Marx200 empfohlen.

 

 

Miriam Pieschke ist Referentin am Institut für Gesellschaftsanalyse. Sie hat als Lehrbeauftragte Seminare zum Werk Rosa Luxemburgs gegeben und weiß daher, wie viel Spaß es macht, deren Texte gemeinsam zu lesen und zu diskutieren. Zuletzt erschien von ihr zu einem ganz anderen Thema:  http://www.zeitschrift-luxemburg.de/vom-kurzen-flirt-zur-langfristigen-beziehung/

Lutz Brangsch ist Referent im Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS. Zu den Themen der Lesereihe erschien unlängst bei VSA Hamburg Brie/Brangsch: Das Kommunistische. Oder: Ein Gespenst kommt nicht zur Ruhe (http://www.rosalux.de/publication/42204/das-kommunistische.html)